{"id":1589,"date":"2014-06-12T11:02:52","date_gmt":"2014-06-12T09:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/neustimme.minderheiten.at\/wordpress\/?p=1589"},"modified":"2020-11-13T22:49:39","modified_gmt":"2020-11-13T21:49:39","slug":"stimme-nr-91-sommer-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/stimme\/2014\/1589","title":{"rendered":"#91\/2014 Fernsehen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme91_tv_web_cover.jpg\" alt=\"Stimme Nr. 91\" width=\"400\" height=\"553\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Fernsehen hat Konkurrenz bekommen. M\u00e4chtige Konkurrenz : durch spezielle TV-Kan\u00e4le aus dem Internet. Und auch durch die Social Media, das so gut wie alle Menschen nutzen \u2013 aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Um direkt zu kommunizieren, um mehr teilzuhaben im Meinungsbildungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das Fernsehen ist noch lange nicht tot. Es formt weiterhin die Wahrnehmung der Welt, schafft \u201eRealit\u00e4t\u201c, auch wenn \u00f6ffentlich rechtliche Sender schwer unter Druck kommen. Wie geht es aber minorisierten Gruppen mit dieser \u201eRealit\u00e4t\u201c? Entspricht diese ihrer Vielfalt, ihren Wirklichkeiten und ihrer Vorstellung von Vergn\u00fcgen? Wir baten unsere Autor_innen, Antworten auf diese Fragen zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eORF. Wie wir.\u201c Die Zielgruppenkampagne des \u00f6sterreichischen Rundfunks inspiriert gleich einige unserer Autor_innen zur Frage: Wer ist \u201ewir\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kommunikationswissenschaftlerin Assimina Gouma leitet aus dieser Formulierung einen Auftrag an \u201euns\u201c, den ORF zu ver\u00e4ndern, indem wir ihn zu einem Mittel gegen Rassismus machen.<br>Die Historikerin Ren\u00e9e Winter ver\u00f6ffentlichte vor kurzem ein Buch zu Repr\u00e4sentationen des Nationalsozialismus im fr\u00fchen \u00f6sterreichischen TV (siehe auch die Buchbesprechung auf Seite 32). In ihrer Analyse der aktuellen Geschichtsprogramme des ORF stellt sie eine R\u00fcckkehr zum Prinzip der staatsb\u00fcrgerlichen Erziehung fest.<br>Der US-amerikanische Medienwissenschaftler und Kritiker des Mediums Fernsehen Neil Postman  meinte, der Zwang zur Bebilderung f\u00fchre zu einer Entleerung der Inhalte.  Matthias Euba, Sendungsplaner und CvD der ZiB-Sendungen auf ORF eins, illustriert anhand des Themas \u201eHomosexualit\u00e4t\u201c das Zustandekommen von Headlines, Bildern und \u201eG\u00b4schichten\u201c.<br>Mit negativen, aber auch Best Practice-Beispielen zur Darstellung bzw. Partizipation von Menschen mit Behinderung im deutsch- und englischsprachigen Fernsehen besch\u00e4ftigt sich Madlen Abdallah. Auch Florian Wagner richtet den Blick \u00fcber \u00d6sterreichs Grenzen hinaus, wenn er den (Pseudo-)Tabubruch in den TV-Comedy-Formaten kritisch unter die Lupe nimmt. <br>Dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen t\u00e4te es gut, sich zu \u00f6ffnen \u2013 in der Personalpolitik und auch f\u00fcr andere Erz\u00e4hlungen von Wirklichkeit, will es nicht zu einem Phantom verkommen, meint die Kultur- und Medienwissenschafterin Monika Bernold.<br>Auch in der Radio-Stimme-Nachlese geht es um das Medium. Petra Permesser spricht mit  Simon Sailer, dem Mitherausgeber des Sammelbands \u201eKennt ihr schon HIGLSFUYM\u201c, zu kritischem Potenzial der TV-Serien.<br>Ein geplantes (und zugesagtes) Interview mit dem ORF-Generalintendanten Alexander Wrabetz ist aufgrund von dessen fehlenden zeitlichen Ressourcen nicht zustande gekommen. Wir bedauern dies sehr, h\u00e4tten wir doch vielleicht die eine oder andere Antwort auf die von unseren Autor_innen kritisierten Praktiken und Konzepte des ORF bekommen. <br>An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an Ren\u00e9e Winter f\u00fcr die konzeptionelle Unterst\u00fctzung dieses Fernseh-Heftes.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns vom Kahlauer, der uns seit zwanzig Jahren \u2013 seit der zehnten Ausgabe im Jahr 1994 \u2013 mit seinem Tagebuch begleitet hat. Wir bedanken uns bei ihm ganz herzlich f\u00fcr seine Verbundenheit und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig begr\u00fc\u00dfen wir unsere neue Kolumnistin, die Historikerin und Stimme-Autorin Vida Bakondy. Ausgangspunkt ihrer Kolumne mit dem Titel Spurensicherung ist jeweils ein historisches Dokument zu minderheitenpolitischen Themen. Es handelt sich dabei um historische Fundst\u00fccke, einzelne Spuren, gefunden in verschiedensten Archiven; anhand dieser Spuren sollen (oft marginalisierte) Geschichten erz\u00e4hlt und ihre jeweiligen gesellschaftspolitischen Kontexte erschlossen werden. Lesen Sie in dieser Ausgabe die Analyse einer Folge des ORF-Jugendmagazins X-Large aus dem Jahr 1989 zur Situation von Schwarzen Menschen in \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt erwartet Sie in diesem Heft eine Bildstrecke zum 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Abkommens \u00fcber die Anwerbung t\u00fcrkischer Arbeitskr\u00e4fte und deren Besch\u00e4ftigung in \u00d6sterreich. Die abgebildeten Plakate entstanden als Projekt von Vida Bakondy und Gamze Ongan f\u00fcr die Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Archiv der Migration.<br>Die Plakate h\u00e4ngen seit dem 15. Mai in den Stra\u00dfen Wiens und geben Originalzitate aus den Jahren 1962 bis 1964 wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine informative Lekt\u00fcre und einen bilderreichen Sommer w\u00fcnscht<br><strong>Gamze Ongan<\/strong>, Chefredakteurin<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/07\/stimme91_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"STIMME Nr. 91.pdf (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">STIMME Nr. 91.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1602,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[70],"distributor_meta":false,"distributor_terms":false,"distributor_media":false,"distributor_original_site_name":"Zeitschrift Stimme","distributor_original_site_url":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1589"}],"collection":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1589"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3366,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1589\/revisions\/3366"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}