{"id":1646,"date":"2013-04-08T16:53:10","date_gmt":"2013-04-08T14:53:10","guid":{"rendered":"http:\/\/neustimme.minderheiten.at\/wordpress\/?p=1646"},"modified":"2020-11-13T22:56:26","modified_gmt":"2020-11-13T21:56:26","slug":"stimme-nr-86-fruehjahr-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/stimme\/2013\/1646","title":{"rendered":"#86\/2013 Br\u00fcche und Kontinuit\u00e4ten 1938 &#8211; 2013"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme86_cover01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1647\" width=\"300\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme86_cover01.jpg 600w, https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme86_cover01-217x300.jpg 217w, https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme86_cover01-520x718.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Einmarsch der deutschen Wehrmacht in \u00d6sterreich im M\u00e4rz 1938 j\u00e4hrt sich heuer zum 75. Mal. Der 12. M\u00e4rz 1938 markiert den Beginn einer ungeheuerlichen Vertreibung, Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen aufgrund ihres J\u00fcdisch-Seins, ihrer ethnischen Herkunft, sexuellen Orientierung, k\u00f6rperlichen oder psychischen Behinderung, Religion, ihres Widerstands gegen die NS-Diktatur oder der Kriegsdienstverweigerung. Insofern stellt 1938 auch einen vollst\u00e4ndigen Wandel in der Minderheitenpolitik dar: die systematische Verfolgung von allen Minderheitengruppen. Und zwar auch von denen, die im Austrofaschismus nicht im Mittelpunkt der Ausgrenzung standen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die erste Ausgabe 2013 haben wir unsere Autorinnen und Autoren eingeladen, sich mit dem geschichtspolitischen Umgang \u00d6sterreichs mit der belasteten Vergangenheit, mit Br\u00fcchen und Kontinuit\u00e4ten zu befassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einleitend besch\u00e4ftigt sich der Philosoph Hakan G\u00fcrses mit der Frage, ob die Formel \u201eErinnern\/Gedenken ist gleich Aufkl\u00e4rung, Vergessen\/Verdr\u00e4ngen ist gleich Manipulation\u201c heute noch g\u00fcltig ist. Sowohl Antisemitismus, als auch die Frage von Schuld und T\u00e4terschaft bleiben in der schulischen Bildungsarbeit nach wie vor ausgespart. Ausgehend von Theodor W. Adornos Texten befasst sich die Politologin Elke Rajal mit dem Konzept einer \u201eErziehung nach Auschwitz\u201c. Die Historikerin Heidemarie Uhl erkl\u00e4rt im Interview mit dem Politologen Gerd Valchars, welche Bedeutung das Jahr 1938 heute als Gedenkjahr hat. Die Menschenrechtsexpertin Marianne Schulze analysiert in ihrem Beitrag die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der NS-Eugenik auf die Nachkriegszeit. Die K\u00fcnstlerin Tatiana Lecomte schickte im Laufe eines Jahres 17.500 eigenh\u00e4ndig beschriftete Postkarten an die BewohnerInnen von St. P\u00f6lten \u2013 als ein Mahnmal, das von der Kunsthistorikerin Verena Gamper vorgestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Ausgabe starten wir eine Serie zu Ungarn. Der Anlass ist die demokratiepolitisch h\u00f6chst bedenkliche Politik der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz und ihr Umgang mit Minderheiten, insbesondere den ungarischen Roma. Den Anfang macht der Journalist Tam\u00e1s M\u00fcller mit einer Analyse der vergangenen 25 Jahre, in denen seiner Meinung nach der Boden f\u00fcr die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr rechte Politik vorbereitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner &#8222;Kleinen winterlichen Wahrschau&#8220; spannt Erwin Riess einen Bogen von Griechenland \u00fcber Ungarn nach \u00d6sterreich und warnt \u2013 gleich den Lotsen in Binnengew\u00e4ssern \u2013 vor den gef\u00e4hrlichen Untiefen etwa einer Dauerrezession und dem R\u00fcckbau der Sozialleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative Minderheiten trauert um zwei gro\u00dfartige Menschen, die in den vergangenen Monaten von uns gegangen sind. Wir bringen Nachrufe auf Gerlinde Haid von Ursula Hemetek und auf Ceija Stojka von Beate Eder-Jordan.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Radio-Stimme-\u201eNachlese\u201c greift ausnahmsweise auf eine erst kommende Sendung vor und analysiert die aktuelle mediale Diskussion \u00fcber die Fl\u00fcchtlingsproteste, die sich unter anderem auch um \u201eMissbrauch der Fl\u00fcchtlinge durch AktivistInnen\u201c dreht.<\/p>\n\n\n\n<p>In eigener Sache<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative Minderheiten startete Anfang M\u00e4rz gemeinsam mit dem Romano Centro, dem Verein Roma-Service und der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Politische Bildung ein neues Bildungsprojekt. <em>Roma Bildungs- und Ausbildungsstudie (ROMBAS)<\/em> ist ein Teilprojekt des vom bm:ukk und dem Europ\u00e4ischen Sozialfonds gef\u00f6rderten Gesamtprojekts <em>VIV \u2013 Inklusion und h\u00f6here Bildungsabschl\u00fcsse<\/em> (gemeinsam mit der VHS Wien und der VHS Linz) und dauert bis August 2014. Eine qualitativ-empirische Untersuchung soll neue Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Bildungs- und Ausbildungssituation der Roma in \u00d6sterreich bieten, um daraus zielgerichtete Initiativen zur Verbesserung entwickeln zu k\u00f6nnen. Roma-Angeh\u00f6rige werden dabei als ForscherInnen eine zentrale Rolle spielen. Das Projekt wird mit einer Publikation zur Studie und einer Tagung abgeschlossen. In den n\u00e4chsten Ausgaben werden wir \u00fcber die Projektfortschritte berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine anregende Lekt\u00fcre w\u00fcnscht <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gamze Ongan<\/strong> | Chefredakteurin<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/07\/stimme86_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"STIMME Nr. 86.pdf (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">STIMME Nr. 86.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1647,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[66,72],"distributor_meta":false,"distributor_terms":false,"distributor_media":false,"distributor_original_site_name":"Zeitschrift Stimme","distributor_original_site_url":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1646"}],"collection":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1646"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1646\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3372,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1646\/revisions\/3372"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1647"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}